20-Jährige stirbt nach Einnahme der Antibabypille an Komplikationen.

Der 20-jährigen Abbey Parkes aus England stand noch die ganze Welt offen. Die Rechtsanwaltssekretärin lebte in ihrer eigenen kleinen Wohnung, plante mit ihrem neuen Freund eine gemeinsame Zukunft, war überall beliebt und hatte engen Kontakt zu ihrer Familie. Es hätte gar nicht besser für sie laufen können. Doch am Ende sollte alles anders kommen.

Ende letzten Jahres verspürte Abbey urplötzlich Schmerzen im Brustbereich. Hinzu kamen allgemeine Übelkeit, wiederkehrende Kopfschmerzen und Schmerzen in der rechten Körperhälfte. Obwohl sie sich sofort an einen Arzt wandte, verschrieb dieser ihr nur Schmerzmittel. Also ging die junge Frau weiterhin zur Arbeit und machte sich keine allzu großen Gedanken.

Doch nur zwei Wochen später wurde Abbey von ihrem Bruder Liam bewusstlos aufgefunden – sie hatte einen Herzstillstand erlitten. Auch der herbeigerufene Notarzt konnte nichts mehr unternehmen, sie verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus.

Die Ärzte waren vollkommen ratlos, was die Todesursache der jungen Frau anging. Erst eine Autopsie brachte die fürchterliche Wahrheit ans Licht: Sie war an einer Lungenembolie gestorben, deren Auslöser u.a. die Antibabypille gewesen war. „Abbey erlag einer Komplikation mit dem Verhütungsmittel Logynon. Außerdem litt sie, ohne es zu wissen, an der Faktor-V-Leiden-Mutation, also einer erhöhten Gefahr für Blutgerinnsel“, so die stellvertretende Gerichtsmedizinerin Margaret Jones.

Beim Einsetzen der ersten Periode waren Abbeys Hormone dermaßen aus dem Gleichgewicht geraten, dass ihr Arzt ihr bereits im Alter von 14 Jahren empfahl, regelmäßig die Pille zu nehmen. Millionen junger Mädchen und Frauen nehmen das Verhütungsmittel täglich ein, ohne von den Gefahren zu wissen. Bei Abbey hatte die fehlende Aufklärung in Verbindung mit der unentdeckten Erbkrankheit schließlich fatale Folgen.

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Dadurch hatte sich bei der jungen Frau über die Jahre ein Blutgerinnsel gebildet, was erst eine Lungenembolie und später den Herzstillstand ausgelöst hatte und schließlich zu ihrem Tod führte.

Abbeys Familie wurde im wahrsten Sinne des Wortes der Boden unter den Füßen weggerissen. Sie konnten einfach nicht glauben, was passiert war. Die Faktor-V-Leiden-Mutation ist zwar äußerst selten, doch eine frühzeitige Diagnose hätte der jungen Frau womöglich das Leben gerettet.

Ihre Mutter möchte nun andere Mädchen davor bewahren, ein ähnliches Schicksal zu erleiden. Sie möchte auf die Gefahren der Antibabypille aufmerksam machen und hofft, dass in Zukunft eine bessere Aufklärungsarbeit geleistet wird.

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