Schönheitssalon-Syndrom: So gefährlich kann ein Friseurbesuch sein.

Wenn man zum Friseur geht, denkt man an nichts Schlimmes. Man freut sich auf einen tollen neuen Haarschnitt oder eine andere schöne Haarfarbe. Auch ist der Friseursalon für viele Menschen ein Ort für eine nette Unterhaltung und einen Moment der Entspannung.

fr

Für Dave Taylor aus England endete jedoch ein ganz normaler Friseurbesuch im Jahr 2011 beinahe tödlich. Der Tontechniker brach zwei Tage später bei einem Geschäftstreffen plötzlich zusammen. Im Krankenhaus wurde bei ihm ein Schlaganfall festgestellt. Seine Ärzte sind sich sicher, dass der vorangegangene Friseurbesuch diesen ausgelöst hatte. Sie sprechen dabei vom sogenannten "Schönheitssalon-Schlaganfall-Syndrom" (engl. 'Beauty Parlor Stroke Syndrome').

Beim Haarewaschen legen die Kunden für gewöhnlich ihren Kopf über ein Waschbecken. Dies kann gefährlich werden, da der Kopf dabei so sehr überdehnt werden kann, dass eine Arterie verletzt wird. Dadurch kann wiederum ein Blutpropf entstehen, welcher einen Schlaganfall wie in Daves Fall zur Folge haben kann. 

schlag

Dave hat den Schlaganfall zwar überlebt, musste jedoch drei Monate im Krankenhaus verbringen und anschließend im Rollstuhl sitzen. Heute kann er zwar mit der Hilfe eines Stocks gehen, leidet jedoch an unheilbaren Sehstörungen.

Er verklagte den Friseursalon auf Schmerzensgeld. In einer außergerichtlichen Vereinbarung einigten sich die Parteien jedoch ohne Rechtsstreit. Dave bekam 90.000 britische Pfund (umgerechnet 105.745 Euro) vom Unternehmen. 

Dave ist bedauerlicherweise kein Einzelfall. Im Jahr 2014 erlitt Elizabeth Smith aus Kalifornien ebenso acht Tage nach ihrem Friseurbesuch einen Schlaganfall. So lange dauerte es, bis sich überhaupt erste Symptome bei ihr zeigten. Ihr linker Arm und ihr linkes Bein schwächelten plötzlich. Da die Symptome jedoch kurz darauf wieder verschwanden, dachte sich die 48-Jährige nichts weiter dabei. Eine Woche später landete sie jedoch in der Notaufnahme, da ihr plötzlich übel wurde und sie erbrechen musste. 

Trotz Behandlung blieben Elizabeths motorische Fähigkeiten eingeschränkt. Zudem erlitt sie ein Hirngerinnsel, welches nicht entfernt werden kann und daher eine permanente Lebensgefahr darstellt. Jeden Abend stellt sie sich die Frage: "Werde ich am Morgen wieder aufwachen?" 

Doch nicht nur ein Friseurbesuch kann einen Schlaganfall zur Folge haben! Auch andere Aktivitäten wie Telefonieren, Yoga, ein Zahnarztbesuch, Tennisspielen oder eine chiropraktische Behandlung des Nackens können eine echte Gesundheitsgefahr darstellen. Langes Telefonieren wird dann gefährlich, wenn das Telefon längere Zeit zwischen Kopf und Schulter eingeklemmt wird. 

tel

Du solltest diese Dinge dennoch nicht direkt aufgeben. Beim Frisur kannst du nach einem Handtuch fragen, welches unter deinem Kopf auf dem Waschbecken platziert wird. Weiterhin ist es hilfreich zu wissen, dass diese Fälle von Schlaganfall sehr selten auftreten. 

Quelle:

web self frauenzimmer

Diese Webseite ist weder dazu gedacht noch geeignet, professionelle Beratungen, Untersuchungen, Behandlungen, Diagnosen, etc. durch Ärzte, Apotheker, Psychotherapeuten, Heilpraktiker und/oder andere medizinische Fachleute zu ersetzen, zu ergänzen oder zu widerlegen. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen.

Kommentare

Auch interessant