Die bessere Alternative zu Tampons und Binden: Die Menstruationstasse.

Die meisten Frauen benutzen sie: Tampons oder Binden, die einmal im Monat ihre Monatsblutung unter Kontrolle halten sollen. Doch viele Frauen wissen gar nicht, was sich in diesen kleinen Röllchen befindet, die sie da jeden Monat in ihren Körper stopfen.

Tampons und auch Binden werden aus Baumwolle hergestellt. Bei der Produktion von Baumwolle werden oft Pestizide oder andere Gifte verwendet und natürlich sind die Rückstände auch in den Tampons zu finden.

Flickr/Andrew Kuznetsov

Wie u.a. Deutschlandradio Wissen berichtet, wurden in einer Studie der Universität von La Plata in Argentinien in 85 Prozent aller erhältlichen Tampons und anderen Hygieneprodukten aus Baumwolle gefährliche Substanzen nachgewiesen. Unter anderem auch ein Pflanzengift, das von Monsanto verwendete Pflanzenschutzmittel "Round Up", das den krebserregenden Stoff Glyphosat enthält.

Diese Pestizide haben eine ganze Reihe von negativen Auswirkungen auf die Gesundheit: Sie können das Nervensystem, das Immunsystem und die Organe angreifen. Von Krebs abgesehen können sie außerdem Allergien, Asthma und chronische Krankheiten auslösen und noch dazu kann der Hormonhaushalt gestört werden und es kann zu Depressionen kommen. Während einer Geburt können sie auch den Embryo schädigen und es kann zu Frühgeburten oder Missbildungen kommen.

Noch dazu kann es im feuchten Klima in der Scheide zu Ansammlungen von Bakterien führen, die das Toxische Schock-Syndrom (TSS) auslösen können, welches tödlich verlaufen kann und erst im September 2015 das Leben der 13-jährigen Schwimmerin Jemma-Louise Roberts in England beendet hat.

Doch was kann man dagegen tun? Genau auf die Packung schauen, natürlich, und sich über die eigene Hausmarkte gut informieren. Oder natürlich: Man kann zum Alternativ-Produkt greifen, wie die bisher kaum bekannte Menstruationstasse.

Flickr/Jon Collier

Schon seit den 30er Jahren gibt es ein Patent auf einen Tamponersatz. Der hört auf den faszinierenden Namen „Menstruationstasse“. In Deutschland sind viele verschiedene Typen davon erhältlich und sie werden meistens aus Silikon hergestellt, um Allergien vorzubeugen.

Es gibt sie in verschiedenen Größen, sie sind kelchförmig, weiß, durchsichtig, pink oder blau und fassen zwischen 15 und 42 Millilitern. Der Vorteil dieser Tassen liegt auf der Hand: Keine Gifte gelangen mit ihnen in den Körper und sie sind wiederverwendbar und damit weitaus umweltschonender. Noch dazu sind sie im Körper kaum zu spüren, weswegen man bedenkenlos Sport machen kann und sie sind im Alltag praktisch unsichtbar. Weiterhin haben einige Frauen berichtet, dass sie durch die Verwendung von Menstruationstassen schwächere Regelschmerzen haben - und wenn die Tasse gut gesäubert wird, kann es kaum zu Infektionen oder zum toxischen Schock-Syndrom kommen.

Flickr/Michelle Tribe

Die Menstruationstassen sind schwieriger einzuführen als einfache Tampons, aber wenn man ein wenig geübt hat, geht es doch ganz einfach. Außerdem spart man echtes Geld und zwar für Jahre, denn die Menstruationstasse lässt sich ganz leicht Auswaschen, desinfizieren und hält eine halbe Ewigkeit, denn Silikon und sehr stabil und pflegeleicht.

Flickr/Menstruationstasse.net

Deswegen: Ein guter Grund, um zu wechseln, der eigenen Gesundheit wegen und natürlich der Umwelt zu liebe. Daher: Achtet darauf, was auf euren Hygiene-Produkten steht und wechselt, wenn es nicht mehr geht, denn Tampons können richtig gefährlich sein.

Quelle:

Dradio Wissen

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